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Wie kann ich mich in der Schweiz «erfolgreich» selbständig machen?

Bild von Bergen in der Schweiz

Erfolg wollen alle haben! Aber wie? Grundsätzlich muss sich der künftige Unternehmer die Frage stellen, ob er alles auf eine Karte setzen will oder ob er in einem Teilzeitpensum seine Unternehmung lanciert.

Viele Business Angels/Investoren halten zwar nicht viel von dieser Teilzeit Variante, aber es stellt sich schon die Frage, wer die laufenden Lebenshaltungskosten trägt, bis ein Start-up oder eine Geschäftsidee genügend abwirft, um zumindest einen bescheidenen Lebensunterhalt zu gewährleisten. Selbstverständlich ist ein 100%er Einsatz für das Gelingen die beste Voraussetzung.

Drei Säulen die für den Erfolg unerlässlich sind:

  • Geschäftsidee
  • Steuern
  • Eigenes Profil

Es gibt neben diesen Gesichtspunkten weitere Eckpfeiler, welche der künftige Unternehmer unbedingt beachten muss. Nachfolgend soll grob aufgezeigt werden, welche 3 Säulen entscheidend für den Erfolg sind:  

Geschäftsidee

Geschäftsidee und Branchenerfahrung

Innovation ist das «A & O». Welcher Kundennutzen generiert meine Geschäftsidee? Warum soll der Kunde zu mir kommen? Wenn diese Fragen klar beantwortet werden können, dann ist dies der erste und wichtigste Schritt. Wenn eine eigene – neue – Geschäftsidee umgesetzt wird, dann ist es zentral, dass man über Branchenerfahrung verfügt und den Markt auf dieses Bedürfnis prüft.

Es gibt aber auch Businessmodelle, bei welchen diese Kenntnisse nur teilweise gefordert sind (Franchising). Gerade das Franchising Modell bietet den Vorteil der Fokussierung auf den Kunden sowie die Erprobtheit eines Business Modells.  

Businessplan

Auch wenn wir oft hören, dass ein Businessplan ein Übel ist, stellt diese Basis eine wichtige Richtschnur dar, welche hilft, sich immer wieder zu fokussieren. Die laufende Analyse des Marktes und der Konkurrenz im Vergleich zu den eigenen Produkten ist nur ein Aufgabenbereich, auf welchen in der schnelllebigen Zeit vermehrt ein Auge geworfen werden muss. 

Finanzen (Eigenkapital)

Die Finanzen sind – leider – «Key». Rund ein Drittel der neugegründeten Unternehmen scheitern, weil das Geld ausgeht. Ohne genügend Eigenkapital sollte man gar nicht daran denken, eine Business Idee anzugehen.

Der Aufbau einer Unternehmung ist in etwa so teuer, wie der Kauf einer Unternehmung; nur ist die Zeitschiene eine andere. Ein guter Rat ist, dass man neben den üblichen Planerfolgsrechnungen und -bilanzen auch die Cash Planungen erstellt. Es macht durchaus Sinn, dass man sich hier Unterstützung einholt.

Marketingkonzept

Nur wer klare Vorstellungen darüber hat, wie er sein Produkt oder seine Dienstleistung erfolgreich auf den Markt bringt, kann den Sprung in die Selbständigkeit schaffen.

Externe

Niemand kann auf allen Gebieten Profi sein. Man muss den Mut aufbringen, auch Externe in sein Konzept einzubringen. Gratis Ratschläge sind häufig nicht nachhaltig genug und es empfiehlt sich, Berater hinzuzuziehen, welche erfolgreich Unternehmer Erfahrungen gesammelt haben und das Geschäft nicht nur vom «Hören-Sagen» kennen.

Steuerlicher Aspekt

Die Selbständigkeit ist in der Schweizer Gesetzgebung unscharf und recht offen definiert. Im Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer unter Art. 18, Abs. 1 findet sich die Grundlage der Selbständigkeit. Daraus kann abgeleitet werden, dass sich der Unternehmer in Form einer Einzelgesellschaft selbständig macht. Diese Form der Tätigkeit ist mit erheblichen Risiken für das eigene Vermögen und Betreiben eines Geschäftes behaftet.

Ein häufiges Hindernis im Gesamtprozess ist, die offizielle Akzeptanz der Selbständigkeit der Ausgleichskasse des Wohnsitzkantons zu erhalten. Diese Akzeptanz ist wichtig, um auch die Altersvorsorgebeiträge genügend abzurechnen (nicht nur das Minimum als Nichtselbständiger) und allenfalls das Pensionskassengeld als Eigenkapital beziehen zu können. 

Gerade der letzte Schritt ist häufig mit grösseren Hindernissen verbunden und wird in der Schweiz seitens Behörden recht restriktiv gehandhabt. Der Einsatz seines gesamten Pensionskassenvermögens für eine Geschäftsidee ist sehr kritisch zu hinterfragen.

Bei der Gründung einer juristischen Person ist man als Unternehmer wiederum im Angestelltenverhältnis und nicht selbständig erwerbend; zwar in der eigenen Firma, aber kann folge dessen das Pensionskassenvermögen nicht einsetzen. Zum richtigen Set-up ist es empfehlenswert, sich entsprechend beraten zu lassen.  

Eigenes Profil

Es ist fast wie im Sport: trainieren, nie aufgeben, unbändiger Wille, positive Einstellung und hart arbeiten. Glück hat man oder hat man nicht. Auch der richtige Zeitpunkt am richtigen Ort sind oft Zufälligkeiten.

Wesentlich erscheint auch ein realistisches Selbstbildnis. Es braucht Klugheit, nicht alles selber machen zu wollen. Hier ist die persönliche Fokussierung auf den eigenen Mehrwert in einer Unternehmung oder einer Business Idee zentral.

Empfehlenswert ist die Konzentration auf die Kunden (-Akquisition) und Produktumsetzung, hingegen können administrative Prozesse auf Externe übertragen werden; auch wenn es etwas kostet. Fehler können hier oft ins Geld gehen. Die Rechnung ist einfach. Ein gewonnener langjähriger Kunde multipliziert sich um ein Vielfaches im Verhältnis zu den externen Kosten und der gewonnen Zeit.

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